A319Muck hat vollkommen recht! Grunsätzlich wird das Seitenruder durch die Luftkräfte wieder in Neutralstellung gedrückt.
Auch wenn, so wie zum Beispiel bei Segelflugzeugen, keine Verbindung über Federn zu anderen Steuereinheiten besteht und am Boden frei pendelt.
Es gibt Flieger bei denen das Seitenruder über Federn mit dem Bugfahrwerk zu dessen Steuerung verbunden ist und es gibt Flugzeuge bei denen Querruder und Seitenruder mit einer Feder verbunden sind (unterstützt coordiniertes Fliegen) oder beides. Grundsätzlich kann man sagen, dass bei Flugzeugen mit großer Spannweite im Verhältnis zum Rumpf mehr Seitenruder zum sauberen Fliegen benötigt wird als bei Fliegern mit relative kurzer Spannweite.
Bei Airlinern oder großen BusinessJet´s werden normalerweise die Rollspoiler mit zur Kurvensteuerung benutzt, um dem verdrehen des Flügels, die sogenannte Aeroelastizität, entgegen zu wirken bzw. zu minimieren. Dadurch entsteht das sogenannte "Negative Wendemoment", das drehen des Flugzeuges um die Hochachse entgegen der Kurvenrichtung, erst gar nicht. Beim Einleiten einer Kurve mit dem Querruder, geht das Kurvenäusere Ruder nach unten, erzeugt dann mehr Auftrieb aber auch mehr Wiederstand, was das Flugzeug um die Hochachse nach ausen drehen lässt. Beim Rollspoiler rollt dass Flugzeug durch Auftiebsvernichtung am inneren Flügel. Dort entsteht dann auch der Wiederstand. Also beide Kräfte in Kurvenrichtung.
Bei Fly-by-Wire Flugzeugen gehen die Steuersignale so oder so über die Composties! Was die steuern, hängt ja auch von den verschiedenen Law´s ab und von mehr.
Hier möchte ich aber nicht weiter ins Deteil gehen, da mein Wissen hier sehr begrenzt ist.
Gruß
