
Nach Teil 1 mit Vancouver (http://strforum.de/viewtopic.php?f=29&t=12314) möchte ich Euch jetzt den zweiten Teil der Reise zeigen. Diesmal liegt der Schwerpunkt auf diversen amerikanischen Nationalparks, welche wir besucht haben.
Nach 2 Tagen in Vancouver machten wir uns auf in Richtung Las Vegas. Diese Strecke wird nun von Air Canada Rouge bedient, dem Billigflieger von Air Canada. Ganz angenehm ist, dass man bereits in Kanada in die USA einreisen kann, was dort recht schnell am Automaten erledigt wird – langes Schlange stehen nach der Ankunft entfällt somit.


Hier sieht man auch nochmal im Hintergrund das Fairmont Hotel, von dessen Zimmern man einen tollen Ausblick auf das Vorfeld hat (siehe Teil 1 des Berichts):

Nach ca. 2,5h erfolgte der Anflug auf Las Vegas von Süden her mit Blick auf den Lake Mead:


Angekommen auf dem McCarren Airport, gab es eine der vielen Sonderbemalungen von Alaska Airlines zu sehen:

Americans in alten und neuen Farben:

Die nächsten 2 Tage in Las Vegas verbrachten wir mit Shoppen, ein bisschen durch die Stadt laufen und natürlich Spotten. Bilder der Stadt habe ich in anderen Berichten schon häufig gezeigt, daher verzichte ich jetzt darauf. Ein paar wenige Bilder vom Traffic in Las Vegas gibt es aber:
















Als nächstes Stand etwas mehr Natur auf dem Reiseplan und wir machten uns auf in Richtung Moab, ca. 7h nordöstlich von Las Vegas im Bundesstaat Utah gelegen. Dort befinden sich auch die Nationalparks Arches und Canyonlands.


Der Arches Nationlpark ist bekannt für seine natürlichen Felsbögen und auch zur Nebensaison im Mai bereits sehr gut besucht. Den Freunden der Indiana Jones Reihe, dürfte der Nationalpark übrigens auch gut bekannt sein, die Eingangsszene mit dem jungen Indiana Jones wurde hier gedreht.




Leider spielte das Wetter nicht so mit und auch war die Straße zum bekanntesten Arch – dem Delicate Arch gesperrt.

Nur ein paar Kilometer weiter befindet sich der Canyonlands Nationalpark, welcher durch den Colorado und Green River entstanden ist.



Ganz bekannt ist auch der Mesa Arch im Canyonlands Nationalpark:


Die Region um Moab hat noch eine weitere Attraktion zu bieten – den Dead Horse Point State Park:



Unser nächstes Ziel war der Yellowstone Nationalpark. Dieser liegt ca. 5 Autostunden nördlich von Salt Lake City, allerdings hatten wir bis Salt Lake City ebenfalls noch eine Strecke von 4 Autostunden vor uns. Die Entfernungen in den USA sind nicht zu unterschätzen, weshalb wir in Salt Lake City nochmal eine Übernachtung eingelegt haben.

Am nächsten Tag ging es dann weiter zum Yellowstone Nationalpark. Leider war die Straße im Park von Süden kommend gesperrt, weshalb wir über West Yellowstone in den Park gefahren sind.


Der älteste Nationalpark der Welt ist berühmt für seine Tierwelt und den geothermalen Attraktionen wie Geysire, Schlammtöpfe und heiße Quellen.






Eine der Hauptattraktionen ist der Geysir „Old Faithful“, welcher ca. alle 1,5 Stunden ausbricht.



Man hat die Möglichkeit im Park zu übernachten, was aber sehr teuer ist.
Die Old Faithful Lodge:

Für die erste Nacht haben wir für uns eine Unterkunft im Park direkt am Old Faithful Geysir entschieden. Allerdings muss ich sagen, dass das Preis-Leistungsverhältnis nicht so ganz stimmt, wenn auch günstiger als die Lodge. Hier wohnt man in sogenannten Cabins, welche es wahlweise mit oder ohne eigenem Bad gibt:


Allerdings muss man sagen, dass es in jedem Nationalpark schon seinen besonderen Reiz hat, wenn man im Park wohnen darf. So kann man z.B. auch nachts noch den Ausbruch des Old Faithful erleben:

Im Gegensatz zu anderen Nationalparks wie z.B. in Südafrika darf man sich im Yellowstone Nationalapark auch Tag und Nacht aufhalten und auch das Auto verlassen, z.B. um eine Wanderung zu unternehmen. Teilweise ist das nicht ungefährlich, da man jederzeit einer Bisonherde oder Bären begegnen kann.



Wir verbrachten insgesamt 4 Tage im Yellowstone Nationalpark, allerdings ist das recht knapp bemessen, wenn man den ganzen Park besichtigen möchte.
Auf dem Weg nach Norden, nach Mammoth Hot Springs:



Die Kalksinterterrassen von Mammoth Hot Springs:

Wir hatten Glück, dass der Winter recht mild ausfiel und alle Pässe schon im Mai geöffnet werden konnten, denn teilweise geht es hier rauf bis auf 2.700m.

Und so kann es auch mal schneien:

Eine Schwarzbärenmutter mit ihrem Nachwuchs freuen sich nach dem Winter über eine stärkende Mahlzeit:




Am Yellowstone Lake:




Unser Besuch im Park fiel leider auf das Memorial Day Weekend und entsprechend viel los im Park. Da passiert es öfters mal, dass sich ein Stau wegen einem interessanten „wildlife sighting“ bildet. Der Park zieht auch viele Fotografen an, das sieht dann so aus:

Ein Ranger sichert die Stelle zwischen den Besuchern und der Bärenfamilie:








Eine weitere Hauptattraktion im Park ist die Grand Prismatic Spring, um den Blick von oben zu bekommen, muss man sich etwas durch´s Gelände arbeiten. Durch die großen Temperaturunterschiede im Mai entstand viel Wasserdampf, was die freie Sicht behinderte.

Die Lower Falls mit dem Grand Canyon of the Yellowstone:

Die Gegend um den Mud Volcano – wie der Name schon vermuten lässt, ist dieses Schlammloch etwas geruchsintensiv:


Abendstimmung am Lower Geyser Basin:



Eine Bisonherde kann auch mal für ein längeres Verkehrschaos sorgen:

Auf dem Weg zurück nach Salt Lake City hatten wir noch Zeit für einen Besuch im Hill Aerospace Museum an der Hill AFB:

Als Gate Guard grüßt einen bereits vom Highway aus diese F4.

In den Hallen finden sich viele Exponate aus der gesamten Luftfahrtgeschichte, leider sind diese oftmals sehr eng zusammengestellt.

Im Aussenbereich gibt es die größeren Ausstellungsstücke, wie diesen B-1B,


eine B-52,

eine C-54,

eine KC-135,

und noch viele weitere mehr.


Vor dem Abflug blieb noch etwas Zeit am Flughafen von Salt Lake City zu spotten, der Traffic bestand hauptsächlich aus amerikanischen Regionaljets:




Der militärische Teil des Flughafens:

Von SLC ging es für uns über Denver zurück nach Vancouver. Auf der Strecke SLC-DEN kam ein United Express CRJ700 zum Einsatz, wir hatten das Glück in der Economy Plus sitzen zu dürfen:




Die Flotte der Great Lakes Airlines in Denver:

Die Lufthansa 747 macht sich auf den Weg nach Frankfurt:

United 757:

United Retrojet:

Dier United Dreamliner sollte eigentlich nach Houston, der Flug wurde aber mehrmals verspätet, da die Maschine einen technischen Defekt hatte:


Da hat sich wohl jemand ein bisschen verlaufen…

Zurück nach Vancouver ging es mit einer 737-800:


Die neue Business Class der Lufthansa:

Zwei 767 der kanadischen Frachtairline Cargojet:

Start mit Blick auf die Skyline von Vancouver und den Stanley Park:


Hier mal ein Panorama der Businessclass Kabine, die großen Bildschirme sind super:

Zum Abendessen entschieden wir uns für diese Gerichte:


Der Nachtisch war um einiges besser:

Frühstück:

Die Route führte uns diesmal sehr südlich zurück nach Deutschland:
Von München aus ging es dann mit einem CRJ 900 weiter nach STR, von diesem Flug habe ich allerdings keine Bilder mehr gemacht.
Ich hoffe, der Bericht hat Euch gefallen, ich kann jedem, der sich für Natur- und Tierfotografie interessiert, einen Besuch im Yellowstone Nationalpark empfehlen. Die Anfahrt ist ein bisschen beschwerlich, in den Sommermonaten wird der Flughafen in West Yellowstone von Delta von Salt Lake City angeflogen. Von dort aus ist man in 10 Minuten im Park. Bis auf die erste Nacht, in der wir im Park gewohnt haben, haben wir in dem kleinen Ort West Yellowstone gewohnt, wo die Übernachtungspreise auch auf einem akzeptablen Niveau sind.
Vielen Dank für´s Lesen!


