Morgens um 10:20 war der planmäßige Start nach LGW. Ich flog mit Easyjet, da deren Flugpreise und Flugzeiten stimmten.
Auf dem Flug kam G-EZAF, ein A319 (trotz des ursprünglich geplanten A320) zum Einsatz. Ich buchte, ausgehend vom A320, die Sitzreihe 6, welche sich aber auch beim A319 als akzeptabel herrausstellte.

Auf dem Flug befanden sich drei Piloten, einer davon auf dem Jumpseat. Der First Officer begründete dies mit einem Testflug.


In London angekommen stand etwas abgelegener diese Handley Page Herald, damals als G-CEXP für Channel Express geflogen, heute als Begrüßung für Spotter gedacht

Beim Rollen zu den Terminals zeigte sich unter anderem noch diese Global 5000 der Tiriac Air.

Noch am selben Tag ging es mit dem Zug vom Banhof am Flughafen über East Croydon zur Station London Bridge und von dort weiter mit der U-Bahn nach Waterloo und dann nach Charing Cross. Von dort kann man aufgrund der recht Zentralen Lage eine klassische Sehenswürdigkeitenreise gut starten.
U-Bahn fahren in London ist enorm praktisch, da man schnell und pünktlich von A nach B kommt. Bei Fragen stehen kompetente Mitarbeiter sofort bereit und die Ausschilderung der Linien und Stationen ist klasse.


Natürlich hat London Flugzeugtechnisch einiges zu bieten. Aufgrund meines Hotels am Flughafen, dem Hampton by Hilton, direkt am Nord Terminal, bot sich Spotten In Gatwick sehr an.
In den meisten online Guides wird LGW als einer der schlechtesten Flughäfen in Großbritannien bewertet (was Spotten anbelangt), jedoch ist es der 2. größte Flughafen in England.
Während meines Aufenthaltes war die ganze Zeit Piste 26 in Verwendung, was das Spotten überhaupt erst möglich machte. Spotten vom Terminal aus ist in Gatwick nicht möglich ohne die Sicherheitskontrolle zu passieren.
Mit dem Terminaltrain welcher im Zweiminutentakt Terminal North und South verbindet ging es ins Südterminal. Von dort einmal quer durch die Halle in Richtung der Virgin Atlantic Schalter, dann rechts bis ans Ende der Schalter und links durch den schmalen Gang mit großen, weißen Türen. Von dort kann man die Treppen runter ins Freie gelangen. Sobald man draußen ist steht man an der Perimeter Rd, welche sich direkt im Anflug 26 befindet. Nach 2 Minuten Fußweg hat man die beste Position für den Anflug erreicht, welche so auch in den Guides beschrieben wird.
Natürlich spielt einem in London das Wetter nicht immer in die Karten, und da ich Skyshots (vorallem bei miesem Wetter) wann immer Möglich meide, suchte ich eine Alterative. Diese Alternative sollte das Fotografieren der Flugzeuge im Lineup sein, was soweit bei einigen Maschienen auch möglich war..

.. jedoch kam nach 10 Minuten die Security vorbeigefahren, kurbelte die Scheibe runter, lächelte und meinte ich solle doch bitte auf die andere Seite des Grabens stehen, welcher Zaun und Perimeter Rd trennt. Da ich auf keinen Fall Probleme mit der Security bekommen wollte befolgte ich die Anweisung sofort und marschierte mürrisch zurück zur eigentlichen Anflug Position zurück.
Bevor die Security mich wegschickte konnte ich diese MD-82 der Itali Airlines, ex I-DAVA, fotografieren. Mit dem Schriftzug „Trygon Aviaton Ltd - licensed aircraft dismantlers“ bewirbt sie ihr eigenes Schicksal.

Nach wenigen Minuten hoffen auf Sonnenlicht sah es auf einmal ganz anders aus. Keine Sekunde zu früh drang die Sonne durch eine kleine Lücke in der Wolkendecke. Das Ergebnis: diese Enter Air Boeing 737-46J mit Sonne

Etwas schwächer wurde das Licht bei der Meridiana Boeing 737-73S.

Iberia Express verbindet seit Sommer 2015 Madrid mit London Gatwick.

Mit EasyJet und British Airways ist in Gatwick Norwegian am stärksten vertreten.

Ebenfalls aus Madrid: Air Europa Airbus A330-202, EC-JQQ.

Mit täglichen Flügen von Lissabon lässt sich TAP unter anderem mit ihren A319-112 blicken.

Nachdem es ohne weiteres stark zu regnen begann, flüchtete ich wieder ins Südterminal und ging richtung Hotel.
Bei der Fahrt mit dem Terminaltrain hat man ca. drei Sekunden Zeit einen ungestörten Blick auf das Vorfeld zu geniessen. Dort wartete gerade zufälligerweise diese 737-408 der AlbaStar, EC-LAV. Wie man sieht: kein Regen. War ja irgendwie auch naiv von mir zu glauben, dass sich das Wetter in England für gewöhnlich nicht alle 5 Minuten ändert.

Gegen Mittag ging es dann erneut nach London, jedoch endete die Fahrt bei der Station von Waterloo, um von dort aus mit dem London Eye, bekannt als Coca-Cola London Eye, zu „fahren“.
Nach einem weiteren kurzen, aber heftigen Schauer machte sich ein Regenbogen bemerkbar. Ebenfalls bemerkenswert sind die vielen Baukräne, die in ganz London verteilt stehen.



Sicht von der Westminster Bridge auf das große Riesenrad.


Durch den St James's Park ging es in richtung Buckingham Palace.



Zum Essen und Einkaufen eignet sich in London der Stadtteil Soho und die angrenzende Oxford Street perfekt.
Am nächsten Tag wollte ich morgens ein Paar der landenden British Airways Triple Sevens mit Sonne abfangen, nachdem das am Vortag leider nicht ganz klappte. Heute sollte die Jagd aber wieder erfolglos sein.

Auch für die folgenden Landungen zeigte sich die Sonne nicht.. Typischer Montag.



Vueling fliegt Gatwick sowohl mit A320, als auch mit A319 Fluggeräten an.


EI-DEI mit der Irish Rugby Team Livery flog an diesem Tag DUB-LGW-DUB-STR-DUB-LHR-DUB.

Ich hatte ja so sehr auf Licht für die verspätete Aurigny Embraer ERJ-195-200STD aus Guernsey gehofft. Leider war das Licht knapp eine Minute zu spät.

Pünktlich aber dann zum nächsten Highlight.



Die Ende Februar ausgelieferte Norwegian Air Shuttle Boeing 787-9, EI-LNI.

Leider zu spät gemerkt, dass da noch was schönes im Anflug ist. Daher dieser A330 von Thomas Cook nur in der Nahaufnahme mit 100mm

Eine Stelle am Zaun, welcher von einer 2 Meter breiten Grasfläche von der Perimeter Rd getrennt wird, bietet diesen Blick. Wie man sieht: im Anflug 26 sind, abgesehen von Skyshots, Bilder durchaus möglich, jedoch nicht schön.


In London gab es dann eine Fahrt im Big Bus Tour Bus. Die Big Bus Busse sind Tourbusse, welche eine große, festgelegte Route in London fahren. Nach dem Motto Hop On - Hop Off kann man 24 Stunden lang die im 15 Minuten Takt fahrenden Busse verwenden. Die Busse (der blauen Tour - es gibt auch eine rote welche kleiner ist) sind mit digitalen Audiowiedergabegeräten ausgestattet, welche Kommentare in vielen verschiedenen Sprachen wiedergeben. So hab ich im Endeffekt mehr Japanisch und Indisch als Deutsch gehört
Egal ob Stadt- oder Touristenbus: rote, zweistöckige Busse sind eines der wohl bekanntesten Merkmale für London.


Stop And Go Fahrt über die Tower Bridge.

Am letzten Tag sollte ich mit dem WetterGlück haben. Anfangs keine Wolke am Himmel, nach wenigen Stunden zogen dann aber die ersten Cumuluswolken auf.
Trotz meines wortwörtlich atemberaubenden Sprintes entlang der Perimeter Rd schaffte ich es nicht ganz zur geplanten Position, aber besser so als garnicht
Air Transat mit einem ihrer 9 verbleibenden Airbus A310-304.

Hier eine Overview der Location. Der Zaun links trennt ein großen Mitarbeiter Parkplatz von der Straße, die Hecke rechts die vielbefahrene London Rd und die weiter östlich gelegenen Gleise. Weiter nördlich, also in Richtung Bildmitte, sieht man den Graben, welchen man besser kein zweites Mal überquert. Da morgens die Sonne stark süd-östlich steht ist dementsprechend die Frontsektion der Maschienen im Anflug schattig.

Nun zeige ich den größten Teil der Maschienen, da Sonnenlicht einfach was tolles ist

Der Kollege hier musste wenige Minuten zuvor durchstarten. Hätte mich ehrlich gesagt nicht gewundert, wenn er nach dem Go Around nichtmehr zurückgekommen wär'.

Ausgerechnet heute mit 737-800



Man könnte doch überlegen, die Queen auf das Tail zu kleben, bei so vielen Flügen nach London..


Ein erfreutes Wiedersehen, nachdem ich G-VAST in Orlando nur im größten Matsch Licht fotografieren konnte.

Endlich!




Auch Turkish bedient LGW.


Der Gang zwischen Hotel und Nordterminal.

Da das Big Bus Ticket noch gültig war (und eine Bootstour so oder so mit inbegriffen wäre) ging es nochmal nach London rein.

Die HMS Belfast, ein britisches Kriegsschiff, das heute als Bestandteil des Imperial War Museums auf der Themse in London verankert ist. Im Hintergrund die Tower Bridge.

Blick vom Boot auf the Tower of London und die Festung.


Und nochmal die Tower Bridge mit anschließendem Gang zur Bahnstation London Bridge, begleitet von Hagel und Regen.


Bis zum Check-In blieb noch ein wenig Zeit. Also warum nicht nochmal raus? Das Licht war ja umso besser.




Zwei Urlaubsflieger, einmal aus Marrakesch und einmal aus Faro.


Gegen Mittag kehren viele der am Morgen gestarteten EasyJet Maschienen nach Gatwick zurück.

Nach dem Check-In, bei welchem EasyJet massiv Personal spart, indem man den Check-In selbst erledigen muss (Self Check-In) ging es durch die Sicherheitskontrolle. Der Self Check-In funktioniert gut, ist schnell und einfach und bei Fragen steht alle 10 Schalter eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter zur Verfügung.
Dann galt es noch, die Zeit bis zum Boarding zu vertreiben. Folgende Bilder Entstanden an Gate 60.


Nachdem eine Stunde vor planmäßigem Start das Gate angeschrieben wurde, folgte ein langer Fußweg, welcher auch über die Brücke, die einen kleineren Nordterminalkomponent mit dem Hauptterminal verbindet, führte. Die Brücke ist auch ohne Bordkarte für ein jeweiliges Gate betretbar, einfach nach der Sicherheitskontrolle im Nordterminal den Ausschilderungen zu den Gates 101-113 folgen.

Ich beschreibe den Weg zu der Brücke deshalb, weil sie eine komplett andere, interessantere Sicht auf die Flugzeuge zu bieten hat, und man sich einen derartigen Ausblick vor dem Abflug auf keinen Fall entgehen lassen sollte!


Im Hintergrund die Brücke nochmal gut zu sehen.

Auf dem Sitz 16A ging es bei Sonnnuntergang zurück nach Stuttgart. Zum Einsatz kam G-EZBL, ein A319.





Die Flüge mit EasyJet waren angenehm, preiswert und zuverlässig. Alles funktionierte komplett reibungslos und das Personal war freundlich und bemüht. EasyJet hat mich positiv überzeugt und so wird meine nächste Reise, sofern möglich, auf jeden Fall wieder mit EasyJet verbunden sein.
Bei Fragen stehe ich sofort zur Verfügung. Wer sich überlegt zum Spotten nach LGW zu fliegen sollte das möglichst im Sommer machen, wenn die Chance auf gutes Wetter dementsprechend ist. Hotels am Flughafen gibt es in Massen und in allen Preiskategorien (u.a. auch Hotels mit Vorfeldblick: BLOC Hotel Gatwick Airport). Die Zuganbindung an die Innenstadt von London ist sehr gut und von der Innenstadt kommt man auch ohne Probleme nach Luton oder Heathrow.
Danke fürs Lesen!





