
Da degi und ich mittlerweile große Safari Fans geworden sind, zog es uns im November 2015 abermals nach Südafrika. Auf dem Programm stand der berühmte Krüger Nationalpark sowie der Kgalagadi Transfrontier Park im Länderdreieck Südafrika/Botswana/Namibia.
Die Flüge hatten wir schon im Juli 2015 gebucht – wir hatten uns für Flüge mit Lufthansa entschieden. Zu diesem Zeitpunkt war es bei Lufthansa recht ruhig, was die Streiks angeht. Aber es kam wie es kommen musste, unser Abflugdatum lag genau in jener Woche, für welche die Flugbegleiter ihre Streiks angekündigt haben. Zwar versicherte LH, dass man kostenlos und automatisch umgebucht wird, sollte unser Flug tatsächlich bestreikt werden (ein Teil der Flüge wurde ja trotz Streik planmässig durchgeführt). Allerdings wollten wir uns hier nicht einfach darauf verlassen, dass LH aktiv wird. Denn wir hatten Anschlussflüge gebucht, sowie Hotels, Mietwagen, usw. – eine spätere Ankunft in JNB konnten wir uns also nicht erlauben, wenn wir unsere Reise wie geplant antreten wollten. Daher gingen wir, als die Möglichkeit einer Kulanzumbuchung für unser Datum bekannt gegeben wurde, sofort ins Terminal an den Lufthansa Ticketschalter und baten um eine Umbuchung auf Swiss. Ankunft in JNB wäre zwar etwas später, aber unser Anschlussflug dürfte dennoch problemlos erreicht werden können. Die Umbuchung wurde problemlos vorgenommen, somit war die Vorfreude auf den Urlaub wieder da
Letztendlich war es dann tatsächlich auch so, dass unsere LH Flüge annulliert wurden:


In STR wartete dann ein Swiss Avro auf uns:

Eine kleine Verspätung gab es, da unser A340-300 noch auf der Strecke ZRH-HAM-ZRH unterwegs war.
Trotz der späten Abflugzeit wurde noch ein Abendessen serviert:
Nach ein paar Stunden Schlaf – Sonnenaufgang über dem Kongo:
Nach guten 10h Flugzeit erfolgte dann der Anflug auf Johannesburg:

Die Einreise war nach wenigen Minuten erledigt, unser Gepäck am SAA Airlink Schalter für den nächsten Flug eingecheckt. Da wir noch ein bisschen Zeit bis zu unserem Weiterflug hatten, konnten wir noch etwas spotten:




Dann stand das Boarding für unseren Weiterflug in Richtung Krüger Nationalpark an. Der Flughafen Skukuza, welcher in der Nähe des größten Camps im Park liegt, wird von Airlink seit knapp 2 Jahren angeflogen. Jeweils 2x täglich bestehen Verbindungen von Johannesburg und Kapstadt mit einem Embraer 135.



Blick auf die Parkflächen der Day Stopper beim Abflug, wo sich auch unser Swiss 340 mittlerweile hinzugesellt hat:


An diesem Tag war es total heiss mit hoher Luftfeuchtigkeit, die ersten Gewitter brauten sich schon zusammen.

Der Embraer mit seiner 1-2 Sitzkonfiguration hat mir sehr gut gefallen:

Bordservice auf diesem 40-minütigen Flug:
Der Sand River aus der Luft – obwohl die Regenzeit schon längst begonnen haben müsste, ist der Park total trocken.

Angekommen auf dem Skukuza Airport:




Airlink Safari bedient vor allem die Airstrips der Lodges rund um den Krüger Park:

Eine Woche hatten wir für den Krüger Park eingeplant, dies sollte unser 3. Besuch im Park sein. Da wir den tierreicheren Süden schon bei den letzten Besuchen ausgiebig erkundet hatten, wollten wir diesmal bis ganz in den Norden fahren. Die Übernachtungen erfolgten bis auf zwei Nächten in den staatlichen Camps im Park.


Die Camps (hier das größte Camp, Skukuza) sind natürlich durch einen Zaun geschützt, teilweise kommen die Tiere bis an den Zaun:


Leider immer mehr vom Aussterben bedroht – die Nashörner im Krüger Nationalpark:



Hippos im Sunset Lake:


Lappenchamäleon:

Adler mit einem toten kleinen Hyäne:

Übernachtung im Camp Satara, welches in der Zentralregion des Krüger Parks liegt:


Die Camps bieten verschiedene Unterkünfte an, mit oder ohne eigenem Bad, mit oder ohne eigener Küche.
Wir haben uns immer für eine Unterkunft mit Küche entschieden, da man so die Möglichkeit hat, sich selbst zu versorgen. Jedes Camp hat einen kleinen Supermarkt, in welchem man alles Notwendige einkaufen kann.

Allerdings empfiehlt sich auch, etwas Verpflegung aus Deutschland mitzubringen

Weiter geht am nächsten Tag auf Safari, im Park gibt es einige künstliche Wasserstellen, welche vor allem in der Trockenzeit von den Tieren genutzt werden:



Im Krüger Nationalpark trifft man auch immer wieder auf größere Büffelherden:



Die Gegend um Satara ist für die Sichtung von Katzen bekannt, allerdings steht das Gras im November recht hoch:




Afrikanische Wildkatze:

Gabelracke:

Pumba beim Chillen

Letaba – hier beginnt so langsam der nördliche Teil des Parks. Im Süden befinden sich auch viele Hotels und Lodges außerhalb des Parks, die ihren Gäste dann Halbtages- oder Tagesausflüge in den Park anbieten. Hier im Norden trifft man viel seltener auf andere Touristen und die Camps sind auch deutlich kleiner.


Hier mal ein Bild vom Inneren einer solchen Rundhütte, viel Komfort darf man nicht erwarten.

Vom Restaurant aus hat man eine schöne Sicht auf den Letaba Fluss:


Es kann natürlich auch mal vorkommen, dass die Straße von Elefanten blockiert wird.

Da es immer wieder zu Zwischenfällen zwischen Touristen und Elefanten im Park kommt, sollte man hier genügend Abstand halten und besser den Rückwärtsgang einlegen. Diesen beiden Elefanten gefiel die Straße so gut, dass wir besser kehrt gemacht haben und uns eine andere Strecke für den abendlichen Gamedrive gesucht haben.





Dieses Krokodil im Letaba Fluss hat einen etwas größeren Vogel erwischt:

Unter der Trockenheit, welche in dieser Saison herrscht, leiden vor allem die Hippos, da sie weniger Wasser und noch viel schlimmer, weniger Futter vorfinden. Daher kam es in den letzten Wochen zu einem massiven Absterben der Flusspferde, da diese einfach verhungert sind.




Das zweitnördlichste Camp im Krüger Park ist Shingwedzi. Hier wohnt man in modernen, neu gebauten Unterkünften, da das Camp bei einer Flut 2012 ziemlich zerstört wurde.




Auch die Lage am Shingwedzi Fluss und die Gegend dort hat mir gut gefallen, über weite Strecken ist man allein unterwegs.




Der äußerste Norden des Parks grenzt an Mosambik und Zimbabwe, dort oben ist die Tierdichte lange nicht mehr so hoch wie im Süden, aber auch der Besuch dieser Region lohnt sich.







Das nördlichste Camp ist Punda Maria, hier haben wir ein sogenanntes Safari Zelt gebucht.


Aber auch das Zelt ist mit eigenem Bad und Küche ausgestattet:


Bei der Fahrt zurück in den Süden sind wir diesem Wildhund Rudel begegnet:





Eigentlich hatten wir für den Norden mehr Zeit eingeplant, sind aber doch schon wieder früher in Richtung Süden gefahren. Zwar hat der Norden landschaftlich einiges zu bieten, aber die Tierdichte ist lange nicht so hoch wie im Süden. Da man problemlos für eine geringe Gebühr innerhalb der Unterkünfte im Park umbuchen kann, haben wir uns für 2 weitere Tage im südlichen Teil entschieden.
Eine besondere Tiersichtung kann man bei diesem Verkehrsaufkommen nicht verpassen:



Rastplatz Tshokwane kann man sich eigentlich nicht in Ruhe hinsetzen, da die Affen ständig lauern und das Essen sogar aus Kochtöpfen und Grillstellen geklaut haben!



Wenn man in der Gegend um Skukuza ist, lohnt sich ein Besuch im „Lake Panic Birdhide“. Ein „Birdhide“ ist eine Beobachtungshütte, wo man das Auto mal verlassen kann und es sich in der Hütte gemütlich machen kann. Im Park gibt es einige dieser Hütten, diese befinden sich immer an Flüssen oder Wasserlöchern. Der lohnenswerteste Birdhide ist meiner Meinung nach jener am Lake Panic:










Nach 8 Tagen im Krüger Park hieß es Abschied nehmen und es ging zurück nach Johannesburg.






Da wir schon am Nachmittag zurück waren, konnten wir noch etwas spotten:











Am nächsten Morgen ging es dann weiter nach Upington, dazu aber mehr im nächsten Teil.

