Los gings am 8. Mai von Stuttgart nach Atlanta mit Delta. Nachdem man am Gate kein Glück mit dem Wetter respektive Wind hatte, musste nochmal etwas Fracht ausgeladen werden, denn wir waren für die 25 einfach zu schwer. Mit ca. 45 Minuten Verspätung legte der Herr Kapitän dann die Hebel auf den Tisch und rumpelte gen Westen, dort, wo der Marlboro-Mann und Old Shatterhand wohnt. Nachdem ja Kermit von Miss Piggy angesteckt worden war und die Schweinegrippe da drüben einfach mal gar keinen interessiert, war eigentlich etwas Vorsicht angesagt. Als dann ein Japaner im Flug von Atlanta nach Miami tatsächlich 2 1/2 Stunden mit dem Taschentuch vor der Nase im Sessel gesessen ist und eigentlich nur fragwürdige bis lachhafte Blicke geerntet hat, war um 23:35 in Miami SHOWTIME.
Das ca. 3 millionste Mal in Miami.......und kein einziges Bild am Airport gemacht. Autsch. Ich glaube 4 Jahre Schulbank haben nicht gut getan. Stattdessen Krokos, Landschaft und Corvetten geknipst. Ob´s an der Sonne lag ? Man weiss es nicht.
Aber ich wurde ja würdig vertreten
Nach ein paar Tagen Sonne, Strand und schönen Mädels ging es dann mal so ganz langsam mit Jetblue von Fort-Lauterdale nach Richmond/Virginia. Nach 1 Stunde Fahrt kamen wir dann in Hampton an. Einem sehr geschichtsträchtigen Ort aus der Zeit des Unabhängigkeitskrieges. Es lohnt sich wirklich, ein paar Stunden Zeit zu nehmen und die Gedenktafeln und Monumente anzuschauen. Das ist Geschichte pur und live.
Dort sollten wir für 3 Tage einen herrlichen und unglaublich gastfreundlichen Aufenthalt erleben. Ein Haus direkt am See. Um die Ecke gleich das Gate zur Langley AFB, Home of the F-22 Raptor und der 1st Fighter Wing.
Auf dieser Base ging ich 3 Tage mehr oder weniger ein und aus. Als Oberknaller hat man uns an unserem Ankunftstag zu einer exklusiven Flugvorführung der F-22 eingeladen. Der Personenkreis beschränkte sich auf ca. 30 peoples. Nicht mehr. Ich fragte besser nicht, wer da alles dabei war. Die Vorführung war nicht öffentlich und es herrschte Film- und Fotografierverbot. Als ich das Gezappel am Himmel sah, wusste ich auch warum....Unglaublich, was so ein Computer heute in der Lage ist, zu leisten.
Ich kann hier leider nicht viel aus Langley online stellen. Das, was aber geht, seht ihr hier:
Die Gateguards:
Das müsste nach meinen Informationen ein Überlebender aus Vietnam sein. Eine F-105D





Als wir mit dem Airfield Commander sprachen und unsere Absicht kund taten, 2 Tage darauf nach Beaufort in South-Carolina zu einer Airshow fahren zu wollen, ernteten wir die gleichen fragwürdigen Blicke wie der Japaner im Flieger von Atlanta nach Miami. "What da hell do you wanna do on a crapy Navy Base ??? Even the weather do not compromize with them on the upcomming weekend"
Wenn wir auf eine Airshow wollen, sollen wir doch nach Andrews fahren. Die F-22 Demostaffel würde nach der kleinen Vorführung direkt rüber fliegen.
Es sollte sich als ein sehr guter Vorschlag herausstellen. Die Wetterprognosen für Beaufort waren nicht berauschend. Thunderstorms und Regen. Da wir aber auch nichts von der Airshow in Andrews wussten, haben wir uns erst einmal schlau gemacht, denn die Sache wurde auf den einschlägigen Seiten im Netz teilweise gar nicht geführt.
Am Freitag Vormittag dort angekommen, haben wir nicht schlecht gestaunt, was man dort alles aufgefahren hat. Fast keine Werbung, aber die Thunderbirds am Start, Rob Raider als Kommentator und ein Static Display vom Feinsten.
Ein paar Auszüge seht ihr hier. Ich habe bewusst eine bunte Mischung gewählt, so dass jeder etwas davon hat.
Das Innere dieser Gunship ist albtraummäßig. Da ist kein Platz mehr für Fracht. Die Kisten, die hinten drin stehen, sind alleine für Munition gedacht. Man beachte den Sensenmann auf dem Dach



Eine schöne Provider



Sean D. Tucker mit seiner Oracle Challenger II. Unglaublich, was dieser Kasten für Rollraten hat! Gefühlte 2 Millionen Grad pro Sekunde.



Wenig später wurde dann eine andere Super-Hornet nach Strich und Faden hergepeitscht

Wenig später haben wir unsere Bekannten vom Vortag aus Langley wieder getroffen.

Das folgende Display war dann das gewohnt laute Spektakel


Eine Fairchild PT-19A.

Das ist übrigens eine Focke-Wulff 149D, keine Piaggio. Habe lange mit dem Besitzer gesprochen. Er hat sie original restauriert.

Hier eine recht seltene TBM 3C, gebaut von GM im 2. Weltkrieg.





Für unsere Freunde der gequirlten Luft ein ganz gepflegtes Leckerli. Grüzi!






Eine T-34C Turbo Mentor. Diese wird nach und nach durch die modernere Texan II ersetzt.








Und hier eine umgebaute T6 zur Zero. Credits an die Sposipedia

Dann hatten die Thunderbirds ihren großen Auftritt.
Gespannt war ich ja schon. Die Blue Angels habe ich 2005 in Miramar gesehen. Das war damals nicht schlecht. Die Thunderbirds haben meinen Eindrücken nach aber noch eine Schippe draufgelegt. Das Wetter war nicht optimal. Bewölkung und teils hochstehende Sonne, aber ich denke, es ist trotzdem ganz passabel geworden:











12 Tage Urlaub mit tollen Eindrücken und einer schon fast unglaublichen Gastfreundschaft nahmen leider ein Ende. Der Rückflug von Atlanta nach Stuttgart war dann noch das Sahnehäubchen oben drauf. Delta 117 war hoffnunglos überbucht. Man bot uns erst 600 Dollar an, wenn wir noch eine Nacht in Atlanta bleiben würden. Hotel etc. natürlich auch alles für umme. Wir sind darauf eingegangen. Dann ging aber alles plötzlich ganz schnell. Kurz, bevor das Gate geschlossen hat, rief die junge Dame dann plötzlich total aufgeregt: "Go-Go-Go. You are flying NOW !!!" Wir rannten dann mit ihr den Finger hinunter zum Flieger. Zu unserer aller Überraschung bog sie an der Türe nicht rechts in die Eco ab, sondern links. Jump-Seat kann bei den Amerikanern nicht sein, also kann es nur bequem werden. In Reihe 1 blieb sie dann stehen: "Here Gentlemen, your seats. In the name of Delta Airlines, Thank you very much for your cooperation".
An dieser Stelle auch von meinem Reisepartner und mir ein ganz großes Dankeschön an Delta. Wir hatten alles erwartet, aber das nicht. Das erste mal hatte ich auf einem 9-Stunden Klassiker ein Bett und davor ein 6-Gänge Menü. Das war ganz großes Kino. In jeder Hinsicht



